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Elektrisiert in eine bessere Zukunft – der Zweiradmechatroniker Fahrradtechnik

Der ehemalige Zweiradmechaniker heißt nun Zweiradmechatroniker für Fahrradtechnik.Damit soll dem E-Bike und weiterer aktueller Technik in der Ausbildung nicht nur namentlich Rechnung getragen werden, auch die seit 2003 geltenden Ausbildungsordnungen für Betriebe und überbetriebliche Ausbildung sowie die schulischen Lehrpläne wurden 2014 überarbeitet.


Der Realität wird Rechnung getragen: der Zweiradmechaniker Fahrrad wurde 2014 zum Zweiradmechatroniker für Fahrradtechnik umbenannt - dem E-Bike sei Dank

Der Ausbildungsberuf des Zweiradmechanikers für Fahrradtechnik ist Geschichte
- lange lebe der Zweiradmechatroniker für Fahrradtechnik

Elektrisiert in eine bessere Zukunft – der Zweiradmechatroniker Fahrradtechnik

                                                                                                                                   

Ein Berufsbild mit Zukunft

Dass der Beruf Zukunft hat, zeigt sich an vielen Indikatoren. Die Verkaufszahlen von Pedelecs steigen jedes Jahr weiter an, gleiches gilt für die Verkaufspreise. Der Zweiradindustrieverband etwa schätzt aktuell einen durchschnittlichen Verkaufspreis der E-Bikes über alle Vertriebskanäle auf rund 2000 Euro. Die weniger komplexen Normalräder liegen preislich durchschnittlich eher bei rund 600 Euro, inklusive Kinderrädern. Scheibenbremsen, Elektroantriebe, gefederte Fahrräder – alles Technologien welche geschultes Personal und genaues Arbeiten erfordern.




E-Bikes mit Motoren etwa von Bosch, Yamaha oder Panasonic gehören für den ehemaligen Fahrradmechaniker heute eher zur Regel als zur Außnahme
Updates und Diagnose von E-Antrieben und elektronischen Produkten gehören zum Zweiradmechatroniker-Alltag  - hier eine Displayeinheit vom Antriebshersteller Bosch


Zwar werden immer mehr Räder im Internet gekauft, die Mehrheit der Käufer kann oder will Reparaturen und Wartungsarbeiten aber nicht selbst vornehmen. Gut ausgebildetes, kundenorientiertes Personal wird in Fahrradwerk-stätten also immer wichtiger.

Wer es hochwertig mag schraubt mit dem dem sehr gefragten Werkzeugkoffer von Campagnolo - modernes Werkzeug fehlt allerdings stellenweise

Noch wichtiger als gutes Werkzeug ist beim Zweiradmechatroniker gute, qualitative Arbeit

Ein Jahr Grundbildung

Da der Zweiradmechatroniker zu den fahrzeugtechnischen Berufen zählt, erhalten die Auszubildenden alle eine gemeinsame technische Grundbildung im ersten Jahr der dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit.

Elektrotechnik gehört beim Zweiradmechatroniker für Fahrradtechnik zu den wichtigsten FächernWährend Herr Volta und Herr Ampère früheren Zweiradmechanikern eher unbekannt waren, gehören diese beiden Herrschaften heute zur täglichen Werkstattpraxis und zu den Grundlagen eines jeden Zweiradmechatronikers

Spezialisierung in zweieinhalb Jahren Berufsschule

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr besuchen die Auszubildenden eine auf Fahrradtechnik spezialisierte Berufsschule. In Baden-Württemberg zum Beispiel ist das die Landesfachschule in Breisach, in Hessen die Schule in Frankfurt am Main. Ähnliche Schulen gibt es in Straubing, Köln, Dortmund, Münster, Hamburg und weiteren Städten.

Ergänzt wird die Ausbildung im Betrieb durch die Überbetriebliche Ausbildung an Gewerbeakademien / BTZs. Dies sind Einrichtungen der Handwerkskammern und dienen zum Ausgleich der Unterschiedlichkeit der Ausbildungsbetriebe. Hier wird die Fahrradreparaturpraxis nochmals intensiv behandelt.

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr steht die Gesellenprüfung Teil I an, die bereits zu 30% zum Gesamtergebnis zählt. Nach dreieinhalb Jahren finden dann die Schulabschlussprüfung und Gesellenprüfung Teil II statt.

Für die korrekte Einstellung einer Kettenschaltung bedarf es neben einem guten Auge auch ein geschultes Gehör sowie ein geschicktes Händchen
Ein angehender Zweiradmechatroniker arbeitet an der korrekten Synchronisation einer Kettenschaltung –
neben Konzentration sind auch ein gutes Auge und Gehör gefordert

Die Säulen der dualen Ausbildung eines Zweiradmechatronikers

Das Zusammenspiel von Ausbildungsbetrieb, Überbetrieblicher Ausbildung und Schule ist entscheidend für den Ausbildungserfolg.

Die Schule legt das theoretische Gerüst, sei es die Geometrie eines Fahrrads, die einzelnen Bestandteile oder die physikalischen Hintergründe. Dies wird von den Lehrern im Theorie-, Labor- und Werkstattunterricht vermittelt und veranschaulicht. Die Vermittlung der rein praktischen Fähigkeiten wird vom Ausbildungsbetrieb und der überbetrieblichen Seite übernommen.

Natürlich gehört als wichtigster Bestandteil zu einer erfolgreichen Ausbildung der Auszubildende selbst. Stimmen hier Motivation und Fähigkeiten, steht einem erfolgreichen Abschluss nichts mehr im Wege.

Vielleicht tritt der eine oder andere in die Fußstapfen einiger seiner Vorgänger und wird im Praktischen Leistungswettbewerb der Zweiradmechatroniker Kammer- oder Landessieger und ist sogar beim Bundesentscheid oder Europacup erfolgreich.


Im Zuge der Werkstoffkunde lernen angehende Zweiradmechatroniker für Fahrradtechnik die verschiedenen Werkstoffe eines Fahrrades kennenWie ein Carbonrahmen eigentlich genau aufgebaut ist und wie man Risse und andere Beschädigungen erkennt
lernt ein Azubi in der Zweiradschule

Tägliche Tätigkeiten eines Zweiradmechatronikers für Fahrradtechnik

Der Zweiradmechatroniker ist eine Art Schnittstelle zwischen Kunde und Technik. Nicht nur bei Reparaturen sondern auch beim Fahrradverkauf spielt er eine große Rolle. Seine Fertigkeiten und technisches Wissen ermöglichen es ihm, den Kunden fachgerecht zu beraten. Sei es wenn es um die mögliche Belastbarkeit von Bauteilen oder Rädern geht, Probleme hinsichtlich der Radergonomie oder kundenspezifische Umbauten. Gerade in den Stoßzeiten im Sommer muss er stets einen kühlen Kopf bewahren und effizient, aber konzentriert arbeiten. Darüber hinaus muss er im direkten Kundenkontakt den Bedarf korrekt ermitteln und Reparaturen nicht nur durchführen, sondern dem Kunden gegenüber auch begründen und erklären können.

Hier fehlt doch etwas - Azubis der Zweiradmechatronik bauen ein Rad im Zuge ihrer Abschlussprüfung von Grund auf selbst aufDiesem Fahrrad fehlt noch das ein oder andere Teil…
herauszufinden welche das genau sind und wie man diese sicher anbringt,
ist das tägliche Brot eines Zweiradmechatronikers



Nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung

Wessen Wissensdurst nach dem erfolgreichen Absolvieren der Ausbildung noch nicht gestillt ist oder wer finanziell besser gestellt werden will, der hat diverse Möglichkeiten hierzu. Die höchste Qualifikation, welche ein Zweiradmechatroniker erreichen kann, ist der Meistertitel. Dieser ist dem Bachelor-Abschluss gleichgestellt, auch ein Studium an einer Hochschule ist damit möglich.

Finanziell und perspektivisch lohnt sich die Meisterausbildung allemal, darf man doch nun selbst ausbilden und hat einen fundierten betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Eine Ausbildung zum Service-Techniker ist ebenfalls eine Option nach der bestandenen Gesellenprüfung. Als letztes sei noch die Technikerausbildung erwähnt, die von ausgebildeten Zweiradmechatronikern auch gerne absolviert wird.

Strengt sich der Auszubildende an läuft nicht nur das Kundenrad wie geschmiert...

Nicht nur der Fahrradantrieb will gut geschmiert werden – das Zweiradhandwerk lebt von konstanter Weiterbildung  – eine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker eröffnet viele weitergehende Möglichkeiten und Chancen

 
 

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