Das kalifornische Unternehmen Fallbrook Technologies hat nach einem technischen Prinzip von Leonardo da Vinci, der vor mehr als 450 Jahren lebte, eine stufenlose CVT-Getriebenabe für Fahrräder entwickelt. Das neu entwickelte Fahrradgetriebe wurde deswegen "NuVinci" getauft. Die jüngste Version wurde jetzt außerdem für alle Elektrofahrräder mit 250-Watt-Motoren freigegeben.
Wie von Leonardo da Vinci erstmals erdacht, nutzt die NuVinci-Schalttechnik das "Neige-Kugel-Prinzip", bei dem neigbare und rotierende Kugeln einen Kraftschluss zwischen Antriebs- und Mitnehmerscheibe herstellen. Durch das Neigen der Kugeln variiert die Kontaktfläche zur jeweiligen Scheibe und damit auch die Unter- beziehungsweise Übersetzung der Antriebs- zur Mitnehmerscheibe. Die notwendige Reibung wird durch Partikel im Öl gewährleistet. Obwohl es kompliziert klingt, ist es in der Praxis ein hochkomfortables und gleichzeitig wartungsfreies System, bei dem die verschiedenen Übersetzungen per Drehknopf eingelegt und dann fast unmerklich geschaltet werden. Dabei gibt es keine Zugkraftunterbrechung. "Studien haben gezeigt,", erklärt NuVinci-Produktmanager Chris Vassilotis", dass viele Radfahrer bei einem konventionellen Schaltgetriebe dazu neigen, nicht dann zu schalten, wenn es eigentlich erforderlich wäre." Dem soll die NuVinci-Nabe abhelfen.
Das NuVinci N360 CVP verfügt über unendlich viele Übersetzungen und gestattet es Radfahrern, unabhängig von Geländeformen oder individueller Kondition immer mit der optimalen Trittfrequenz zu fahren. Die Tester des Magazins "Trekkingbike" waren über die Leichtigkeit des Schaltens erstaunt.
Radfahrer von Elektrofahrrädern können ebenfalls diese Erfahrung machen. "Das Schalten ist jetzt selbst unter hoher Trittbelastung und einem hohen Drehmoment eines elektrounterstützten Antriebs möglich", erklärt NuVinci-Produktmanager Chris Vassilotis.
Das Gewicht dieses neuentwickelten Fahrrad-Getriebes hat sich inzwischen deutlich reduziert. Fast alle namhaften Hersteller bieten inzwischen die stufenlose Schaltung an. Die Nabe lässt sich aber auch nachrüsten.
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