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Ketten- und Antriebsverschleiß bei Mittelmotoren

Besonderheiten beim Verschleiß von Fahrrädern mit Tretlagermotor

Ketten- und Antriebsverschleiß bei Mittelmotoren

Unterschiede zu anderen E-Bike Motoren

Anders als beim Vorder- oder Hinterradmotor, wirkt ein Motor der im Tretlagerbereich angebracht ist, auf den Antriebsstrang, also Kette sowie die Ritzel über welche die Kraft des Tretens und des Motors auf die Räder übertragen wird. Das hat signifikante Auswirkungen auf den Verschleiß.


Antriebsverschleiß beim normalen Rad

Nicht umsonst gibt es im Radsport eine Volksweisheit die besagt das man nicht während man stark tritt schalten soll (gilt nur für Kettenschaltungen). Begründet liegt dies in der Tatsache, dass beim starken Treten (also mit viel Kraft) die Kette sehr belastet wird. Diese massive Belastung leiert die Kette nach und nach aus, d.h. sie bekommt mehr Spiel, verlängert sich also. Dadurch kann sie nicht mehr so sauber greifen wie am Anfang, erkennbar dadurch das sie nicht mehr komplett auf den Kettenblättern bzw. Ritzeln liegt sondern ein wenig absteht. Bemerkbar macht sich dies während des Fahrens in dem die Kette beim Schalten oder Starken treten stark rattert, lange braucht zum Schalten oder gar vom Kettenblatt springt.

Folgen des Antriebsverschleiß

Da das Fahrrad auf einem „Zahnradsystem“ beruht, bedeutet eine verschlissene Kette auch für die anderen Bauteile eine höhere Belastung. Wechselt man eine Kette zu spät, so kommt es leicht vor das auch das Ritzelpaket am Hinterrad oder die Antriebskränze am Vorderrad hierbei Schaden nehmen. Bei einem Tausch der Fahrradkette bleibt es dann nicht mehr. Mittelmotoren wirken anstatt Front- und Heckmotor nicht auf den Rädern selbst, sondern auf dem Tretlager. Vorstellen kann man sich dies als würde neben Ihrem Bein auf jedem Pedal noch jemand anderes mit der gleichen Kraft wie sie treten (die tatsächliche Kraft hängt natürlich von der gewählten Unterstützung und der Motorleistung ab). Daraus resultiert, sie ahnen es schon – ein höherer Verschleiß von Kette und Ritzeln sowie der Zahnkränze. Das bedeutet gerade bei einem Mittemotorrad lohnt es sich für Ihren Geldbeutel und Ihren Fahrspaß auf die Pflege und den richtigen Umgang damit zu achten. 

Kettenpflege beim Mittelmotor

Die bei normalen Fahrrädern gerne vernachlässigte Kettenpflege bekommt beim Mittelmotor eine ganz andere Tragweite. Bei einem Fahrrad mit Mittelmotor muss man, aufgrund der erhöhten Belastung der Teile aufgrund des Antriebs, alle 2000-3000 km die Kette bzw. Ritzelpaket und Zahnkränze erneuern.

Den Reinigungsvorgang sehr erleichtern können gerade bei Rädern mit Mittelmotoren sogenannte Kettenreinigungsgeräte, da Systeme mit Mittelmotor aufgrund ihrer Bauweise keinen „echten Leerlauf“ bieten, d.h. tritt man nach hinten bewegt sich anders als bei normalen Fahrrädern die Kette nicht mit. Dies verkompliziert leider die Kettenpflege teils. Bei diesem Problem kann der Einbau eines Doppelbauständers Abhilfe schaffen oder der Kauf eines Ständers der das Hinterrad frei in der Luft drehen lässt. Möchte man dies nicht, so kann man sich auch durch Ölen von bestimmten Abschnitten helfen, welche man immer genau markiert und dann das Hinterrad hebt und einen Abschnitt weiter kurbelt.  

 

Bergfahrten mit dem Mittelmotor

Gerade für Bergfahrten eignet sich der Motor im Tretlagerbereich besonders. Hier kann er seine Kraft und Effizienz ausspielen. Im Test mit Lastenfahrädern benötigte das E-Bike mit Mittelmotor beispielsweiße bis zu 50 Prozent weniger Energie als Kontrahenten mit Vorder- und Heckantrieb. Allerdings gilt es darauf zu achten, dass gerade am Berg besonders starke Kräfte auf Kette und Antrieb einwirken, vor allem wenn der Motor auf höchster Stufe läuft. Dies führt auf längere Zeit zu erhöhtem Verschleiß. Gerade bei vielen Bergfahrten ist es wichtig klug zu schalten (also früh genug und in den passenden Gang), sodass sie angenehm treten können sowie auf die Pflege der Kette und der Zahnkränze und ähnlichem zu achten.  Bei der Gangwahl kommt es darauf an das man eine hohe Trittfrequenz erreicht, kleine Trittfrequenzen, wie sie auftreten wenn man sich sehr anstrengen muss beim Treten, bekommen dem Motor nicht so gut.

 
 

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