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Fachberatung rund ums Fahrrad und E-Bike

Fahrrad, Fahrradalltag

Unfallgefahr beim E-Bike

Fallzahlen von Unfällen mit Pedelecs sind seit dem immer größer werdenden E-Bike Boom stetig am Ansteigen - Polizei warnt. 
Unfallgefahr beim E-Bike

Nichts setzt dem Glück auf dem E-Bike so schnell ein jähes Ende als ein Unfall – und selbst wenn es nur ein „Blechschaden“ ist.

Die unterschätzte Fahrtgeschwindigkeit

Viele Leute, gerade auch ältere Menschen die lange Zeit kein Fahrrad mehr gefahren sind oder sonst sehr gemütlich unterwegs waren, unterschätzen ihre eigene Geschwindigkeit oft. Selbst mit einem einfachen Pedelec, also einem elektrischen Fahrrad welches ab dem Erreichen von 25 km/h seine Unterstützung abschaltet, kommt man ohne viel Anstrengung auf hohe Geschwindigkeiten. Auch die Polizei beobachtet dieses Phänomen verstärkt und mahnt deshalb seit kurzem vermehrt zur Vorsicht. Das alte Sprichwort „Wer hoch steigt kann auch tief fallen“ kommt nicht von ungefähr und hat hier in abgewandelter Form durchaus seine Daseinsberechtigung.

Wer schneller fährt bremst länger

Wer sich noch an seine Fahrstunden erinnert weiß: verdoppelt sich die Geschwindigkeit – so verdoppelt sich der benötigte Bremsweg nicht sondern er vervierfacht sich. Im Auto mag das nicht sehr tragisch sein, umsichtiges Fahren sowie ein gutes Auge kann hier manches ausgleichen. Auch bietet der große metallische Käfig guten Schutz, gefährdet sind hier eher unvorsichtige Fußgänger oder Radfahrer, Brems- und Fahrzeugtechnik sind ebenfalls sehr ausgereift und weithin erprobt. Steigt man allerdings auf ein Fahrrad und fährt unwissend sehr flott, so kann dies weitreichende Folgen für einen selbst und die am Verkehr teilnehmenden Personen haben. Hier ist man auf sich gestellt. Einen metallischen Käfig und vier sicher stehende Räder gibt es nicht. Nur eine Vorder- und Hinterradbremse, welche gerade auf dem E-Bike aufgrund der hohen Geschwindigkeit besonders wertig und griffig sein sollten. Fahrräder aus dem Baumarkt mögen aus gutem Grund existieren, nicht jeder will oder hat mehre tausend Euro kurzweilig zur Verfügung stehen, aber gute Bremsen sollten es dennoch sein. Denn auf dem Fahrrad sind die Bremsen Ihre Lebensversicherung. Deswegen sollten sie auf hydraulische Felgenbremsen oder Scheibenbremsen beim E-Bike achten. 

Bremsen und Bremsleistung am E-Bike

Achten Sie gut auf ihre Umgebung d.h. die anderen Verkehrsteilnehmer und etwaige Änderungen im Verkehrsfluss, aufgrund Zebrastreifen, Ampelanlagen und ähnlichem. Denn im Ernstfall müssen Sie zu ihrem eigenen Schutz immer ausreichend Bremsweg zur Verfügung haben. Durch das höhere Gewicht, resultierend aus Akku plus Motor, müssen sie mehr Masse abbremsen. Als Resultat bedeutet dies – längerer Bremsweg.
In der Praxis heißt dies, bei 25 km/h ist der Bremsweg in etwa Vier mal so lang sei, als der bei Zwölf km/h. Fahren sie mit 25 km/h statt mit 18, ist er  immerhin noch ca. dreimal so lang, eine Zahl die Sie ernstnehmen sollten, zu Ihrem eigenen Schutz.
Testen sie also auf einer Strecke wo sie ungestört diverse Experimente durchführen können unbedingt vor ihren ersten größeren Fahrten das Bremsverhalten ihres Rades, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. Vor allem bei Fahrrädern mit Vorderradmotor ist das Bremsverhalten gänzlich anders als bei einem Heck- oder Mittelmotor bzw. einem normalen Fahrrad. Üben sie ebenfalls ausgiebig das Kurvenfahren, vor allem auf nassem, sandigem und unbefestigten Untergrund.  Dieses Wissen schützt sie im unglücklichsten Fall vor ernsthaften Verletzungen. Insbesondere bei Vorderradmotoren muss man sich auch mit dem anderen Kurvenverhalten eines solchen E-Bikes vertraut machen. Nicht wenige Leute unterschätzen den Schub des Vorderrades während eines Lenkmanövers und stürzen.

Das E-Bike - nur ein Fahrrad?

So wie es vielen Menschen schwer fällt Lebenswandel langbekannter Mitmenschen zu registrieren bzw. zu akzeptieren, so fällt es vielen Verkehrsteilnehmern schwer Sie als E-Bike Fahrer zu sehen.

Jahrelang wurden sie auf langsame Fahrradfahrer konditioniert – von Rennradlern und sogenannten Kampfradlern mal ganz abgesehen. Der neue Trend E-Bike benötigt Zeit um in den Köpfen der Leute anzukommen und damit auch sich in Ihrem Fahrverhalten niederzuschlagen. Fahrradfahrer die übersehen werden oder denen man die Vorfahrt nimmt, sei es durch schlechte Verkehrsplanung oder das eigene Verschulden des Radlers oder des Autofahrers, gab es schon immer. Doch durch die E-Bike Welle ist es nun einer breiten Masse an Hobbyfahrern möglich eine weitaus höhere Geschwindigkeit geradezu spielend zu erreichen. Schnell angeschossen kommende Radler treten also aus dem Randbereich der Fahrradwelt in den Alltag. In der Konsequenz bedeutet das ein höheres Unfallrisiko sowie die Möglichkeit schlimmerer Verletzungen. Dieses Phänomen wird leider von Radverbänden und der Polizei immer wieder aufs neue bestätigt.

Bis das Wissen um sie als flotter Radler in den Köpfen der breiten Masse angekommen ist hilft es wohl nur sich und andere selbst zu schützen in dem Sie besonders umsichtig und sich dieses Faktums bewusst fahren. Bis eine zeitgemäßere Infrastruktur alla Holland bereitsteht und man Sie als das sieht was Sie sind, bleibt also wohl nur die Hilfe zur Selbsthilfe. Ihre Gesundheit und Ihre Nerven profitieren von dieser Maßnahme sicherlich glänzend.

 

 
 

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