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Fahrradverkehr

Platz für die Fahrradautobahn

Was die Autobahn für den Autoverkehr ist – das ist der Radschnellweg für den Fahrradverkehr. 

Platz für die Fahrradautobahn

Wer im städtischen Raum Rad fährt, der kennt es nur zu genüge;
Stau, Verkehrslärm, ewig lang andauernde Rotphasen, zu schmale Radwege – unachtsame Fußgänger und Autofahrer. Mancherorts muss man sich – überspitzt gesagt – fast schon wundern, dass sich überhaupt noch Leute auf den guten alten Drahtesel schwingen und sich durch den hektischen Stadtverkehr quälen – genau hier setzten Radschnellwege an. 

Ein Radschnellweg ist im Idealfall:

  • sehr breit, sodass er in beide Richtungen problemlos befahren werden kann, Überholvorgänge gefahrenlos ermöglicht und auch etwa Kinderanhängern oder dreirädrigen Liegerädern genug Platz gibt
  • weitgehend kreuzungsfrei, sodass eine unterbrechungsfreie Fahrt ähnlich wie auf der Autobahn möglich wird (besser für Akku und Mensch)
  • nur für den Radverkehr freigegeben
  • sehr gradlinig gebaut und wenn kurvig dann mit einem großen Kurvenradius, sodass die Geschwindigkeit konstant hoch bleibt und die Fahrt ohne große Gefahrenquellen bleibt
  • mit hochwertigem Straßenbelag ausgestattet und gut erhalten, sodass auch Rennradler oder Berufspendler jederzeit sicher und sauber ankommen
  • mit einem Beleuchtungssystem versehen, was für eine sichere Fahrt bei Tag und Nacht sorgt
  • direkt und verbindet wichtige Ziele wie etwa Stadtzentrum und Randgebiet, oder im größeren Maßstab wichtige Städte, miteinander  
  • von entsprechender anderer Infrastruktur flankiert, sprich Zugänge sind an U-Bahn / S-Bahn Stationen oder etwa Universitäten, großen Firmen etc.

Radschnellwege gibt es bisher vor allem in fahrradbegeisterten Nachbarländern wie den Niederlanden. In Deutschland ist diese Radweggattung bisher eher unbekannt. Erste Abschnitte eines größeren Radschnellwegs existieren allerdings schon im Norden Deutschlands. Die Rede ist vom Radschnellweg RS1 von Duisburg nach Hamm. Fertiggestellt ist bisher ein 10 km langer Abschnitt im Bereich Mühlheim und Essen. Dieser ist zwar mit einer vier Meter breiten Radspur ausgestattet, Licht und Mülltonnen sowie funktionale Beschilderung fehlen aber bisher. Bis zum Jahr 2020 soll das 180 Millionen teure Projekt mit rund 100 km Gesamtlänge fertigstellt sein. Mehr zu dem Projekt finden Sie in der dazugehörigen Broschüre

Übrigens, während ein Kilometer statistisch gesehen (Statista.de) rund 10 Millionen kostet, läge der Radschnellweg bei „nur“ rund 1,8 Millionen für einen Kilometer

 
 

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